Gesundheitsmanager sichten Infomaterialien und unterhalten sich darüber an einem Tisch.
BGN unterstützt Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager

Betriebliches Gesundheitsmanagement:
Gemeinsam von guten Lösungen lernen

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist keine gesetzliche Pflicht – gute Gründe dafür gibt es dennoch viele: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Work-Life-Balance. Ein kluges BGM hilft Betrieben dabei, den Anforderungen des heutigen Arbeitsmarkts gerecht zu werden. Wie wichtig und sinnvoll ein BGM ist, zeigte einmal mehr der Erfahrungsaustausch im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der BGN für Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager.

Gesunde Mitarbeitende sind eine zentrale Voraussetzung für den betrieblichen Erfolg. Wer Arbeit sicher und gesund gestalten will, findet zahlreiche Stellschrauben im Unternehmen. Pflicht sind Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilung und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Die Kür umfasst Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).

Neben den Krankenkassen unterstützt auch die BGN bei der Umsetzung eines BGM und organisiert regelmäßig Fortbildungen für betriebliche Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager. Wichtiger Bestandteil dieser Fortbildung ist der Erfahrungsaustausch untereinander. Dabei stehen ganz praktische Fragen im Fokus: „Wie erreicht ihr denn eure Kollegen, die in der Spätschicht arbeiten?“, „Wie organisiert ihr eure Workshops?“, „Wie schafft ihr es, die Führungskräfte ins Boot zu holen?“ Gerade die Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben helfen bei der Problemlösung eigener Stolpersteine – und sie motivieren, trotz Rückschlägen am Ball zu bleiben.

Kein Wunder also, dass der Austausch mit anderen Betrieben bei BGM-Verantwortlichen ganz oben auf der Wunschliste steht. Die BGN weiß das und veranstaltet deshalb regelmäßig eine Fortbildung für Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager aus BGN-Mitgliedsbetrieben. Die nächste ist für den Herbst 2027 geplant. Wenn Sie regelmäßig über Veranstaltungen wie diese informiert werden wollen, können Sie sich für die Infomail Betriebliche Gesundheit managen“ anmelden.

Gemeinsames Ziel: Gesundheit im Betrieb voranbringen 

Vorträge, Workshops, Marktstände und ein Barcamp mit selbst gewählten Themen – dieser Mix prägte den Erfahrungsaustausch im Rahmen der letzten Fortbildung im September 2025. Zwei Tage lang hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihr eigenes BGM zu reflektieren und von den Erfahrungen anderer Betriebe zu profitieren.

In Impulsvorträgen beleuchteten BGN-interne und -externe Expertinnen und Experten sowie Vertreter der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH zentrale Themen: Schlüsselfaktoren von BGM, Einsatz von KI, Nutzen einer betriebsinternen App für die BGM-Kommunikation im Betrieb, Suchtprävention, Pausengestaltung und psychologische Betreuungsaufgaben im Betrieb. In Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden, wie dezentrales BGM funktioniert, wie Ziele im BGM sinnvoll formuliert werden und wie es gelingt, die eigene Gesundheit im Blick zu behalten. 

Ein „Marktplatz“ bot zusätzlich Einblicke in verschiedene BGN-Angebote – etwa das Prämienverfahren, Gesundheitstage, MOLA (Beschäftigtenbefragung zur psychischen Gesundheit) oder die VISION ZERO. Neben den Vorträgen und Workshops wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihre betrieblichen Aktivitäten mithilfe einer Bestandsaufnahme einzuschätzen. Im Barcamp tauschten sie sich über Nudging, Umgang mit schwer zu erreichenden Personengruppen, Erfolgsmessung und Analyseinstrumente im BGM aus.

Unterhaltung in einer Gruppe

„Um im BGM erfolgreich zu sein, muss man heute viel über Psychologie und Physiologie wissen und dabei den Menschen im Blick behalten“, betont Holger Mann (links), Sicherheitsexperte bei der FR L’Osteria SE.

Nachgefragt: Was gutes BGM ausmacht 

Holger Mann (Senior Manager Health and Safety bei der FR L’Osteria SE) war bei der Fortbildung 2025 und dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch dabei. Seiner Meinung nach „müssen sich auch Fachkräfte für Arbeitssicherheit mit dem Thema Gesundheit auskennen“. Da böte es sich an, selbst eine Ausbildung zum Betrieblichen Gesundheitsmanager zu machen. Und genau das hätte er bei der BGN getan. Die Ausbildung zum Betrieblichen Gesundheitsmanager ist für Mitgliedsbetriebe kostenlos. 

Sicherheitsexperte Holger Mann berichtete aus dem Betriebsalltag: „Hoher Kundenandrang bedeutet Stress, also psychische Belastung. Um im BGM erfolgreich zu sein, muss man heute viel über Psychologie und Physiologie wissen und dabei den Menschen im Blick behalten.“ 

Holger Mann, Jörg Mannhardt (Managementbeauftragter für Qualität, Umwelt und Gesundheitsschutz bei Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH) und Gabriele Biernath (Leiterin des Bereichs Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der BGN) berichten im Video von ihren Erfahrungen auf der Fortbildungsveranstaltung und vor welche Herausforderungen das BGM sie aktuell stellt. 

„Ich empfehle die Veranstaltung auf jeden Fall weiter. Hier kann man nicht nur networken, sondern vor allem dazulernen“, so Mann. „Mein Tipp: die Angebote der BGN nutzen, dranbleiben und sich Verbündete suchen.“ Gesunde Betriebe brauchen starke Partner. Die BGN ist einer davon.

Video „Gesundheit managen, Zukunft gestalten: BGN stärkt Unternehmen im BGM“