Warnaufsteller Achtung Rutschgefahr WET FLOOR
Stolpern, Rutschen, Stürzen: Top-Unfallursachen in Küche und Service

Unfälle vermeiden: Checkliste für das Gastgewerbe

Arbeitsunfälle durch Stolpern, Rutschen oder Stürzen (SRS-Unfälle) gehören im Gastgewerbe seit Jahren zu den häufigsten Unfallarten und können schwere Verletzungen zur Folge haben. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich viele dieser Unfälle vermeiden. Welche Ansätze sich im Betriebsalltag bewährt haben, zeigt die folgende Checkliste.

Jeder dritte Arbeitsunfall, der der BGN gemeldet wird, ist ein Sturzunfall. Besonders häufig stürzen Beschäftigte auf ebenem Boden, auf Treppen oder von Leitern und Tritten. Auch ungeeignetes Schuhwerk kann das Unfallrisiko erhöhen. Die Folgen können schwerwiegend sein und in einzelnen Fällen sogar tödlich enden. Umso wichtiger ist es, Sturzgefahren im Betrieb frühzeitig zu erkennen und konsequent zu vermeiden.

Checkliste: So vermeiden Sie SRS-Unfälle

Die folgenden Maßnahmen helfen, typische Gefahren im Alltag zu reduzieren:

Technische und bauliche Maßnahmen planen und konsequent umsetzen:

  • Für ausreichende Rutschhemmung der Bodenbeläge sorgen, insbesondere in Küchen und Spülküchen.
  • Stolperstellen sofort beseitigen, etwa schadhafte Bodenbeläge oder auf dem Boden verlegte Leitungen im Arbeits- und Gehbereich.
  • Ausreichende Beleuchtung in Räumen und Arbeitsbereichen sicherstellen.
  • Fehlende Handläufe an Treppen nachrüsten.
Mann läuft die Treppen runter

Sicher Schritt für Schritt: Wer Treppen nutzt, sollte den Handlauf greifen – eine einfache Gewohnheit, die das Sturzrisiko verringert und im Arbeitsalltag einen entscheidenden Unterschied machen kann.

Organisatorische und personenbezogene Maßnahmen berücksichtigen und regelmäßig überprüfen:

  • Gehwege in der erforderlichen Breite frei halten und das Abstellen von Gegenständen untersagen – auch auf Treppen.
  • Verschmutzungen und rutschige Stoffe (Fette, Öle, Speiseabfälle) sowie Feuchtigkeit sofort beseitigen.
  • Fußböden nach Herstellerangaben reinigen und pflegen (Verfahren, Mittel, Dosierung, Häufigkeit).
  • Geeignetes Schuhwerk entsprechend der jeweiligen Tätigkeit sicherstellen.
  • Geeignete Leitern und Tritte bereitstellen und in ordnungsgemäßem Zustand halten.
  • Darauf achten, dass Gegenstände nur so transportiert werden, dass die Sicht frei bleibt.
  • Arbeitsabläufe so organisieren, dass Zeitdruck, Hektik und unnötige Eile vermieden werden.
  • Gefahrenhinweise und Kennzeichnungen anbringen, etwa „Vorsicht Rutschgefahr“ bei feuchter Bodenreinigung.
  • Winterdienst im Außenbereich rechtzeitig organisieren (Streuen, Räumen).
  • Beschäftigte regelmäßig unterweisen, zum Beispiel:
    • Gehgeschwindigkeit anpassen.
    • Beim Treppensteigen den Handlauf benutzen.
    • Aufmerksam gehen und Ablenkungen (z. B. Telefonieren) vermeiden.
    • Mängel wie beschädigte Böden sofort den Vorgesetzten melden.